Regenballade

Regenballade

歌手
Achim Reichel
专辑
《Regenballade》
上传时间:2026-09-06
网友点评

在录制《Regenballade》时,Achim Reichel突发奇想,决定在雨中完成歌曲的录制。他站在雨中,任雨水打湿衣衫,歌声与雨声交织,营造出独特的氛围。录音师们纷纷拿出雨具,却忍不住被这场景感动,纷纷加入雨中合唱。最终,这首充满生命力的歌曲在雨中诞生,成为了Achim Reichel的经典之作。

歌词

[06:44.00]Regenballade - Achim Reichel

[06:44.00]Regenballade

[06:44.00]Ich kam von meinem Wege ab, weil es so nebeldunstig war.

[06:44.00]Der Wald war feuchtkalt wie ein Grab und Finger griffen in mein Haar.

[06:44.00]Ein Vogel rief so hoch und hohl, wie wenn ein Kind im Schlummer klagt

[06:44.00]Und mir war kalt, ich wute wohl, was man von diesem walde sagt!

[06:44.00]Dann setzt' ich wieder Bein vor Bein und komme so gemach vom Fleck

[06:44.00]Und quutsch' im letzen abendschein schwer vorwrts durch morast und dreck.

[06:44.00]Es nebelte, es nieselte, es roch nach Schlamm, verfault und na,

[06:44.00]Es raschelte und rieselte und kroch und sprang im hohen gras.

[06:44.00]Auf einmal, eh ich's mich versehn, bin ich am Strom, im Wasser schier.

[06:44.00]Am Rand bleib ich erschrocken stehn, fast netzt die Flut die Sohle mir.

[06:44.00]Das Rhricht zieht sich bis zum Tann und wiegt und wogt soweit man blickt

[06:44.00]Und flstert bse ab und an, wenn es im feuchten windhauch nickt.

[06:44.00]Das sa ein Kerl! Wei Gott, mein Herz stand still, als ich ihn sitzen sah!

[06:44.00]Ich sah ihn nur von hinterwrts, und er sa klein und ruhig da.

[06:44.00]Sa in der Abenddmmerung, die Angelrute ausgestreckt,

[06:44.00]Als ob ein toter weidenstrunk den drren ast gespenstisch reckt.

[06:44.00]"He, Alter!" ruf ich, "beit es gut?" Und sieh, der Baumstamm dreht sich um

[06:44.00]Und wackelt mit dem runden hut und grinst mit spitzen zhnen stumm.

[06:44.00]Und spricht, doch nicht nach Landesart, wie Entenschnattern, schnell und breit,

[06:44.00]Kommt's aus dem algengrnen bart: "wenn's regnet, hab' ich gute zeit"!

[06:44.00]"So scheint es", sag ich und ich schau in seinen Bottich neben ihn.

[06:44.00]Da wimmelts blank und silbergrau und mht sich mit zerfetzem Kiem,

[06:44.00]Aale, die Flossen zart wie Flaum, glotzugig Karpfen. Mittendrin,

[06:44.00]Ich traue meinen augen kaum, wlzt eine natter sich darin!

[06:44.00]"Ein selt'nes Fischlein, Alter, traun!" Da springt er froschbehend empor.

[06:44.00]"Die Knorpel sind so gut zu kaun" schnattert listig er hervor.

[06:44.00]"Gewi seid ihr zur Nacht mein Gast! Wo wollt ihr heute auch noch hin?

[06:44.00]Nur zu, den Bottich angefat! Genug ist fr uns beide drin!"

[06:44.00]Und richtig watschelt er voraus, patsch, patsch am Uferrand entlang.

[06:44.00]Und wie im Traume heb ich auf und schleppe hinterdrein den Fang.

[06:44.00]Und krieche durch den Weidenhag, der eng den Rasenhang umschmiegt,

[06:44.00]Wo, tief verborgen selbst am tag, die schilfgebaute htte liegt.

[06:44.00]Da drinnen ist nicht Stuhl, nicht Tisch, der Alte sitzt am Boden platt,

[06:44.00]Es riecht nach aas und totem fisch, mir wird vom bloem atmen satt.

[06:44.00]Er aber greift frisch in den Topf und frit die Fische kalt und roh,

[06:44.00]Packt sie beim schwanz, beit ab den kopf und knirscht und schmatzt im dunkeln froh.

[06:44.00]"Ihr et ja nicht! Das ist nicht recht!" Die Schwimmhand klatscht mich fett aufs Knie.

[06:44.00]"Ihr seid vom trockenen Geschlecht, ich wei, die Kerle essen nie!

[06:44.00]Ihr seid bekmmert? Sprecht doch aus, womit ich Euch erfreuen kann!"

[06:44.00]"Ja", klappre ich: "Ich will nach Haus, aus dem verfluchten Schnatermann."

[06:44.00]Da hebt der Kerl ein Lachen an, es klang nicht gut, mir wurde kalt.

[06:44.00]"Was wit denn Ihr vom Schnatermann?" "Ja", sag ich stur," so heit der Wald."

[06:44.00]"So heit der Wald?" Nun geht es los, er grinst mich grn und phosphorn an:

[06:44.00]"Du drrer Narr, was weit du blo vom Schnater-Schnater-Schnatermann?!"

[06:44.00]Und schnater-schnater, klitsch und klatsch, der Regen peitscht mir ins Gesicht.

[06:44.00]Quatsch durch den Sumpf, hoch spritzt der Matsch, ein Stiefel fehlt - ich acht es nicht.

[06:44.00]Und schnater-schnater um mich her, und Enten- ,Unken-, Froschgethn.

[06:44.00]Mwengelchter irr und leer und tief ein hohles Windgesthn...

[06:44.00]Des andern Tags sa ich allein, nicht weit vom prasslenden Kamin

[06:44.00]Und lie mein schwer gekrnkt gebein wohlig von heiem grog durchziehn.

[06:44.00]Wie golden war der Trank, wie klar, wie edel war sein starker Duft!

[06:44.00]Ich blickte nach dem Wald - es war noch sehr viel Regen in der Luft...

[06:44.00]

[06:44.00]Ina Seidel (1885-1974)